Unsere Weihnachtsgeschichte

Wie versprochen, kommt nun endlich die diesjährige Weihnachtsgeschichte.
 
Die ging eigentlich damit los, dass die Menschen anfingen, sich für Melody zu interessieren und auch immer wieder wegen ihr nachgefragt wurde. 
Ich hatte auch den Eindruck bei meinem Besuch in Portugal, dass man sie nun endlich vermitteln könne und von daher sah ich es als Bestätigung meiner eigenen Einschätzung, dass nun der richtige Zeitpunkt gekommen sei, für Melody ihre Menschen zu suchen. 
Den Aussschlag gab dann Andrea, sie wollte Melody adoptieren als Nachfolgerin für ihre leider tödlich verunglückte Hündin Jule. Eine Woche später entschied sie sich dann noch Moses dazu zu nehmen in Pflege, damit auch er endlich nach Deutschland kommen könnte. 
Und dann kam alles ganz anders. 
 
Matias, nun Bobby musste ja ganz dringend aus seinem Zuhause raus, weil dieser seelengute Hund den Hausherrn gebissen hatte, was bis heute immer noch keiner wirklich verstehen kann, was wir aber auch nicht mehr klären können und wollen. Andrea war sofort zur Stelle und hat den kleinen Bobby sofort notfallmässig bei sich aufgenommen. Sie wollte ihm zusätzlich gerne eine teure Augen-OP (grauer Star) bezahlen, damit er bessere Vermittlungschancen hätte. Die Einreise von Melody haben wir somit um einen Monat verschoben. Leider hatte ich bis zum letzten Tag für Moses keine adäquate Ersatzpflegestelle und zu Andrea konnte er wegen der anstehenden OP nun auch nicht mehr.
Es fand sich wie durch Zauberhand eine ältere Frau, die zwar gerne Sissi adoptiert hätte, die aber gerade frisch vermittelt war, aber sehr gerne Moses nun ein schönes Zuhause angeboten hat. Beide sind auch sehr glücklich miteinander und Moses, nun Blacky, genießt sein Leben als Einzelprinz sehr.
Leider verlief die Augen-OP nicht so wirklich erfolgreich, und Andrea und Bobby leiden bis heute unter den Komplikationen und nach all der Zeit und den Kosten konnte und wollte sie sich auch nicht mehr von Bobby trennen und die beiden sind auch wirklich zusammen gewachsen wie ein altes Ehepaar.
 
Melody sollte aber trotzdem in Pflege kommen und nicht länger in Portugal beiben müssen. Also sollte sie in Pflege zu Andrea.
Ich brachte also zwei Pflegehunde mit bei unserem letzten Flug, Melody und Jeremias ( Snoopy ), Kuki und Costinha waren auch dabei und wurden direkt vermittelt. 
Der extrem menschenbezogene Snoopy hat seinen Trennungsschmerz von Ana wirklich den ganzen Flug von Faro über Palma nach Stuttgart hinausgebrüllt und war kaum zu trösten, bis er in Susannes Haus war. Da schaute er sich alles in aller Ruhe an und war sichtlich zufrieden mit seinem Hotel.
Er wurde ja am darauffolgenden Wochenende vermittelt und kam postwendend wieder retour, weil man sich nun doch nicht an einen Hund gewöhnen konnte.
Er brachte dann noch eben Susanne in der Zeit bei, dass kleine Hunde doch auch nett sind und erfreute die ganze Familie mit seinen zirkusreifen Auftritten.
 
Parallel dazu stellte Andrea fest, dass sie nun zwei Hunde hatte, die ihre volle Aufmerksamkeit brauchten und sie dem nicht gerecht werden konnte und zudem Melody sich von Bobby ständig unterdrücken lassen musste. Somit war ich glücklich, dass sich eine andere Pflegestelle anbot, die selbst von sich annahm, dass das genau die Hunde seien, mit denen sie gut zu Schlag käme und denen man helfen wollte und konnte. Leider war dies nicht der Fall und man weiß nun in dieser PS, dass man mit einem zweiten Hund gar nicht klar kommen würde.
Also musste Melody so schnell wie möglich wieder weg.
 
Zum Glück hatten sich einige Menschen aber spontan bereit erklärt, Melody bei sich aufzunehmen und auch Andrea hat sofort angeboten, dass Melody zu ihr zurückkönne und sie auf keinen Fall wolle, daß sie ein Wanderpokal würde.
Und dann, gerade als ich losfahren wollte, um Melody abzuholen, kam der Anruf von Gabi. 
 
Eine Woche vor Weihnachten und sie erzählte mir, wie unendlich traurig sie sei und Weihnachten bei ihnen dieses Jahr ausfalle, weil sie in diesem Jahr ihre beiden kleinen Hundeschätze verloren hätte und die Katze noch dazu. Sie erzählte mir, dass sie Melody und Snoopy im Internet gesehen hätte, und fragte, ob man die auch zusammen nehmen könnte? Sie finde, diese beiden passen so gut zusammen wie ihre letzten beiden, der eine eher aufgeschlossen, der andere eher schüchtern und vorsichtig und sie finde Melody brauche einen anderen selbstbewussten Hund.
Dass die beiden Hunde schon zusammen bei Ana gelebt haben und sich sogar schon kannten, konnte sie ja nicht wissen. Also perfekte Bedingungen.
Sie sprach mit so viel Liebe und machte sich so viele Gedanken zu Hunden, die sie noch nicht mal persönlich kannte. Da waren zwei bisher vom Leben so vernachlässigte Hundeseelchen, die bisher noch nicht viel Liebe bekommen hatten und da waren ein paar traurige Menschenseelen, die so viel Liebe zu geben hatten. Ich konnte gar nicht anders, als sie zu fragen wie flexibel sie denn seien. 
Der Plan war, Susanne und ich bringen ihnen beide Hunde sofort vorbei. Sie haben sich sehr darüber gefreut und begeistert zugestimmt. Und ich habe ihnen das Versprechen abgenommen, dass ich an Heilig Abend dann aber einen Weihnachtsbaum sehen will.
Susanne konnte leider aus Krankheitsgründen nicht mit und so fuhr ich an diesem Samstag 850 km, um Melody in ihr neues Zuhause zu bringen, wo wir schon sehnsüchtigst erwartet wurden und wo man sich sogleich liebevollst um Melody kümmerte. Damit Snoopy mit dem erneuten Wechsel nicht so einen Stress hatte, schlugen sie selbst vor, nochmal 800 km am ersten gemeinsamen freien Tag zu fahren und auch Snoopy gemeinsam nach Hause zu holen. Und genau so haben wir es gemacht.
 
Wie es Ihnen geht wollt Ihr wissen?
 
Ich habe folgende Mail erhalten:
 
 Lucy und Timmys Weihnachten
 
"Unseren beiden Rackern geht es echt gut. Timmy hat am ersten Tag und in der ersten Nacht noch etwas gejammert, aber das gehört der Vergangenheit an. Er macht den Eindruck, als ob er nie woanders zu Haus gewesen wäre. 
Durch Timmy ist Lucy zu einem anderen Hund geworden. Das ist so schön mit anzusehen!!!
Der kleine Draufgänger vermittelt ihr unheimlich viel Selbstvertrauen. Sie schickt ihn vor und macht ihm dann (fast) alles nach. 
Sobald Timmy bei uns ist, kommt Lucy auch. Timmy kommt aufs Sofa, sie hinterher. Er springt mit den Vorderpfoten an meinen Beinen hoch und prompt springt sie auch. Ich kann Dir sagen, das sind für mich Glücksmomente.
Wenn ich auf dem Boden sitze und Timmy kommt, dann drängelt sie sich sogar vor, um ganz nah bei mir zu sein. 
Timmy liegt am liebsten beim Fernsehen wie ein kleines Kind auf den Rücken im Arm von meinem Mann und lässt sich den Bauch kraulen. 
Die beiden machen uns wirklich sehr glücklich!!!!
Nochmals tausend Dank für Alles!"
 
Muss man mehr sagen ? 
Und ich liebe die Geschichten, die das Leben von ganz alleine schreibt, wenn man sich bemüht einfach im Fluss zu sein.
 

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