Geschichte:
Kiko wurde zusammen mit einer älteren Hündin von den portugiesischen Behörden beschlagnahmt und in das Tierheim von APAC gebracht. Er wies eine schwere Augenverletzung auf, ob diese durch Misshandlung oder eine Selbstverletzung entstand ist unbekannt. Das Auge wurde von einer Tierklinik fachmännisch versorgt und vollständig entfernt.
Verhalten:
Trotz dieser traumatischen Erfahrung ist Kiko ein absolut freundlicher und sehr aufgeschlossener junger Hund. Neugierig geht er auf alles und jeden zu, genießt Spaziergänge und saugt jede Zuwendung seiner Bezugspersonen förmlich auf und ist sehr bemüht zu gefallen. Kiko ist äußerst sozial im Umgang mit Artgenossen und spielt altersentsprechend noch viel. Er wirkt rundum zufrieden mit seinem jetzigen Leben, da dies deutlich besser ist als das, was er zuvor kannte. Kiko muss den kompletten Alltag erst noch kennenlernen, vom Leben im Haus bis hin zu einer fundierten Erziehung im täglichen Zusammenleben. Kinder sollten deshalb definitiv schon älter und verständiger sein, damit sie ihm ruhig begegnen und ihn nicht durch ständige Spiel- und Action-Aufforderungen überfordern. Er würde sich über einen bereits vorhandenen, sozialen Hundekumpel freuen, an dem er sich orientieren kann. Mit regelmäßigem Hundekontakt ist aber auch eine Stellung als Einzelprinz kein Problem. Das stundenweise Alleinbleiben kennt er in Gesellschaft anderer Hunde, diese müsste im neuen Zuhause jedoch, nach einer Eingewöhnungszeit, sehr langsam aufgebaut werden. Auch Katzen sind sicherlich kein Thema, sofern diese hundeerfahren sind und nicht ängstlich mit Weglaufen reagieren, da er sie sicherlich zum Spielen auffordern möchte.
Bedürfnisse:
Wir wünschen uns für Kiko eine sportliche und empathische Familie, die sein kleines Handicap, mit dem er selbst bestens zurechtkommt, nicht als Problem sieht. Sie sollten Spaß daran haben, ihn mit liebevoll konsequenter Führung zu einem souveränen Alltagsbegleiter zu erziehen. Kiko möchte körperlich und geistig ausgelastet werden. Gleichzeitig ist es wichtig, die Balance zwischen Ruhe und Action zu erkennen und darauf zu achten, dass er lernt, sich selbst zu regulieren. Wir sehen ihn eher in einem ländlichen Umfeld mit vielen Möglichkeiten, die Natur zu erkunden.

