Glück und Leid liegen so dicht beieinander

Ana war letzte Woche mal wieder auf Besuch und hat 5 Hunde mitgebracht. So konnten Chica, Filou, Ronaldinho sofort in ihr Zuhause umziehen, und alle kommen prima mit ihren neuen Menschen zurecht und sie mit ihnen. Und Pipoca und Paolo sind in Pension und da sieht es seit gestern sehr gut für Pipoca aus, die vermutlich endgültig am Montag oder Dienstag umziehen darf.
Ebenfalls endlich im neuen Zuhause gelandet ist Bobby, der mit Flugpaten in Köln gelandet ist. Cordula hat sich hier um alles gekümmert und so konnte Bobby auch endlich seiner ungeduldig wartenden neuen Besitzerin glücklich übergeben werden, auch hier hört man nur Gutes bisher.
Chico geht es wieder deutlich besser und Julia hat Mühe, ihn ruhig zu halten, da er wieder voller Energie ist, das sind natürlich wundervolle Nachrichten.
 
Ein paar meiner vermittelten Hunde konnte ich auch wieder besuchen in den letzten Tagen, und es geht allen prima und alle haben sich gefreut, mich wieder zu sehen, aber keiner wollte (zum Glück) wieder mit mir mit ;-)
 
Heute erreichte mich dann eine sehr traurige Nachricht aus Portugal, Goncalinho ist gestorben - gestern ganz plötzlich an einer Lungenembolie. Es tut mir sehr leid um diesen kleinen Kerl, aber es sollte irgendwie nicht sein, dass er nach Deutschland kommen sollte. Schon vor zwei Jahren, als er mit auf der Liste stand zum Ausfliegen, stellte sich heraus, dass er einen Herzfehler hatte, weswegen er damals nicht fliegen konnte, damit das abgeklärt werden konnte. Danach kam immer irgendwas dazwischen und es gab noch andere dringende Fälle und so blieb er immer irgendwie zurück. Er wurde immer kränker und gestresster in der Pension und hatte verständlicherweise große Probleme mit den vielen Hunden, und so fand man endlich eine Pflegestelle in Portugal und da fand er sein Glück bei Maria.
 
Er lebte zwar auch dort mit 23 weiteren Hunden, aber er hatte seine Privilegien, mit denen er gut klar kam, denn er durfte bei Maria im Bett schlafen und sie kochte ihm sogar extra jeden Tag sein eigenes Futter. Schon bei den ersten Schilderungen dieser liebevollen Beziehung dachte ich, man kann diesen kranken Hund da nicht noch mal wegnehmen - er ist endlich angekommen. Er weiß nicht, dass er es wo anders noch besser haben könnte und er ist glücklich mit dem wenigen, was er jetzt hat und er liebt Maria und sie ihn und er sollte und wollte Portugal wohl nie wirklich verlassen. Und wer kann schon sagen, ob wirklich irgendwer einen besseren Platz gehabt hätte, ist ja auch alles sehr subjektiv. Maria hat ihn glücklich gemacht, von daher war das sein bestes und einziges Zuhause, wenn auch nur für wenige Monate.
 
Maria ist ganz schrecklich traurig, ihren kleinen Freund verloren zu haben, aber ich denke, ihm hat das, was sie ihm gegeben hat, schon gereicht, um nun ganz weitergehen zu können. Er starb gestern als glücklicher und geliebter Hund, und auch wenn Maria nun traurig ist, sie wird eines Tages verstehen, dass sie ihn wirklich gerettet hat und ihm seine Seele zurück gegeben hat.
 
Ich bin auch ein wenig traurig, dass wir nicht mehr für ihn haben tun können und ich kein eigenes Zuhause für ihn finden konnte. Dennoch vertraue ich dem Leben und weiß, dass alles richtig gelaufen ist und dass es uns manchmal einfach auch nicht erlaubt ist, mehr zu helfen. Und ganz offensichtlich war er wirklich Marias Hund, denn sie erzählte Ana gestern, dass sie ihn auch nicht wieder hergeben wollte für Deutschland und ihn adoptieren wollte zum Jahresende, wenn er dann nicht vermittelt sei. Irgendwie ist es beruhigend und tröstlich zugleich zu wissen, man setzt sich mit irgendeinem Vorhaben in Bewegung und bekommt schnell Antworten - Bestätigung wie Ablehnung - man muss nur lernen, dem Leben zu vertrauen und mit sich und den Dingen im Fluß sein. 
 
Danke auch an dieser Stelle allen, die sich mit mir zusammen für alle genannten Hunde eingesetzt haben und mitgeholfen haben, dass sie nun an dem Platz sein können, der für sie vorbestimmt war.
Neue Bilder folgen in den nächsten Tagen...

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