Nikita

Nikita darf auf ihrer Pflegestelle bei Bianka bleiben.

Geschichte:

Nikita lebte über Jahre hinweg in sehr schlechten Bedingungen ohne Zuwendung, Auslauf und Komfort. Sie hatte sich immer mehr zurückgezogen und alle Hoffnung verloren.

Einer der Gründe war ihre schwere Ohrenentzündung beidseits, die nun endlich behandelt wird.

Nikita kam im März 2014 nach Deutschland in eine Pflegestelle, nachdem ihre Endstelle kurzfristig abgesprungen ist, worüber wir im nachhinein sehr froh sind, da wir nicht wussten in welchem kläglichen Zustand sie mittlerweile war und sie da auch keineswegs hingepasst hätte so.

Verhalten:

Ihre Pflegefamilie erzählt folgendes zu ihr:

Nikitas Endstelle ist kurzfristig abgesprungen und dennoch sollte nun auch sie endlich ihre Chance bekommen. Ein Glück auch, denn Nikita wurde schon seit langem von einer schlimmen, sehr schmerzhaften beidseitigen Ohrenentzündung geplagt. Da sie das wahrscheinlich schon sehr lange hat und es nicht behandelt wurde, ist sie mittlerweile auf beiden Ohren taub.

Wir spülen ihr noch immer regelmäßig die Ohren, es ist schon deutlich besser geworden aber noch immer nicht komplett weg.

Da Nikita einige Jahre unter unwürdigen Bedingungen leben musste, war sie nicht sonderlich an uns Menschen interessiert, wichtig war ihr etwas zu fressen zu bekommen und ein warmes weiches Bett zu haben. Draußen war sie für uns unerreichbar, sie lief und lief und lief einfach nur. Sie war so reizüberflutet, dass sie nicht mal Zeit hatte, sich zu lösen. Wir konnten auch anfangs nicht weit mit ihr laufen, da ihre Muskulatur erst aufgebaut werden musste.

Als ich ihr ihren ersten Knochen gab, hatte ich Tränen in den Augen, sie schaute mich ungläubig an und ich musste ihr mehrmals andeuten, dass sie ihn wirklich für sich alleine hat und ihn fressen darf. Mittlerweile muss man etwas auf seine Fingerkuppen aufpassen ;)

Sie liebt alles, was man kauen muss, wodurch sich auch ihre Zähne stark verbessert haben.

Nikita ist eine reinrassige Sibirien Husky-Hündin, aber abgesehen von ihrer Optik konnte ich sonst noch nicht so viele rassetypische Eigenschaften entdecken.

Normalerweise sollte man ja keinem Hund das Betteln anerziehen, aber bei Nikita haben wir es gemacht, um erstmal übers Futter eine Vertrauensbasis zu schaffen. Jedes Mal, wenn sie uns anfangs nur angeschaut hat, gab es eine Belohnung. Das steigerte sich, bis sie dann auch zu uns kam, um etwas einzufordern.

Bei Spaziergängen hat es lange gedauert, bis sie sich draußen auch mit uns befassen konnte.

Bei ihrem Einzug habe ich ein paar Tage gezögert sie zu scheren, sie war doch schon geschwächt und gestresst genug und nebenbei schaut ein geschorener Husky auch gewöhnungsbedürftig aus.

Da sie aber sehr schlecht gerochen hat und ihr Fell richtig stumpf war, habe ich mich dann doch durchgerungen. Nach zwei Stunden hatten wir es dann auch geschafft, Nikita war fertig, sie wollte nur noch schlafen. An diesen Anblick musste ich mich erstmal gewöhnen, allerdings fiel mir das sehr leicht, nachdem Nikita ausgeschlafen hat und ein völlig anderer Hund war.

Sie wirkte befreit, erleichtert und sogar schlagartig ein wenig glücklich. Ich habe es nie bereut und würde sie auch jedes Jahr wieder scheren, sobald die Temperaturen wieder höher gehen. Man merkt jetzt, da die Temperaturen im Spätsommer noch einmal hoch gehen, dass ihr die Wärme gleich wieder zu schaffen macht. Ich hätte sie auch noch ein zweites Mal geschoren, aber da ihr Fell sehr langsam nachwächst, hatte ich Angst, dass es zum Winter hin nicht wieder komplett nachgewachsen ist.

An guten Tagen versucht sie sogar die anderen Hunde und sogar die Katzen zum Spielen aufzufordern, nur leider kann nicht jeder das richtig lesen und die Katzen erstarren immer und warten ab, was passiert. Mit meiner einen Katze hat sie den Dreh raus, die Katze setzt auf dem Küchenstuhl und Nikita steht davor, bellt sie einmal an und klopft mit den Vorderpfoten auf, die Katze haut ihr die Pfote auf die Nase (ohne Krallen natürlich) und Nikita beginnt wieder von vorne, das Ganze geht dann 4 -5x, dann gibt Nikita auf, die Katze taugt also auch nicht zum Spielen ;)

Sie kuschelt auch ganz lieb mit den Kaninchen und diese dürfen auch in ihr Hundebett ohne Probleme.

Nikita ist sehr deutlich, wenn irgendwas ist , z. B. ihr nachts die Ohren schmerzen oder jucken, dann meldet sie sich und wartet, bis dann jemand nach ihr schaut. Sie schüttelt den Kopf und so weiß ich dann, was ich zu tun habe. Ist ihr Problem beseitigt, ist sie zufrieden und schläft weiter.

Spaziergänge findet sie mittlerweile auch interessant, sie darf an der 20m Schleppleine laufen und kommt dann ab und zu an, um sich ein Leckerchen abzuholen. Allerdings sagt sie auch, wenn sie nicht mehr laufen will, dann dreht sie um und geht zielstrebig den Weg zurück zum Haus oder zum Auto.

Bedürfnisse:

Für Nikita wünschen wir uns ein ruhiges Zuhause bei ruhigen und liebevollen Menschen, die mit ihr noch ein paar schöne Jahre verbringen wollen und ihr zeigen möchten, wie schön das Leben auch sein kann. Ein eigener Garten wäre natürlich ganz toll und über andere tierische Mitbewohner würde sie sich ebenfalls freuen.

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