Mira (Salome)

Abschied von Mira 

2013 hat meine Familie beschlossen, dass neben drei Kindern, einer Katze und vier Hasen noch ein Hund einziehen soll. Ab dann begann die Suche nach einem passenden Hund. Welpe, Zuchthund, alter Hund, Mischling..?

So viele Auswahlmöglichkeiten und so viele Kriterien die unser Hund erfüllen musste (Kindersicher, Hasen/Katzen verträglich, alleine bleiben, Auto fahren etc.). Nach langem Suchen sind wir auf Mira gestoßen, die damals noch Salome hieß. Schnell war ein Erstkontakt hergestellt und ich habe mich telefonisch ca. zwei Stunden mit Ilona unterhalten. Nach dem Besuch von ihr bei uns zu Hause war klar - Salome darf einziehen. Am 28.06.2014 war es dann endlich so weit. Ein kleines dünnes und ängstliches Häufchen Elend wurde mit anderen Hunden in das Grundstück geführt. Ich habe sie sofort in mein Herz geschlossen. Als wir zurück fahren wollten hat sie schon drei Meter vor dem Auto die Vollbremsung reingehauen, als ihr klar wurde, dass sie IN das Auto muss. Auch diese Angst konnte ich ihr im Laufe der Zeit mit viel Geduld nehmen. Irgendwann ist sie immer freiwillig ins Auto eingestiegen. :)

Mira war der erste Hund meiner Familie, und somit auch mein erster Hund. Den Alltag in einer Familie muss sie schon gekannt haben, alles andere hat sie schrittweise gelernt. Sie war von Anfang an sehr ruhig, war aber innerlich sehr gestresst. Fast ein halbes Jahr haben wir mit Durchfall zu kämpfen gehabt, bis sie sich eingelebt hatte. Eine große Macke welche ich nie aus Mira heraus bekommen habe, war ihre dauernde Unruhe. Sie hat sich nie von sich aus hingelegt oder gesetzt - sie ist immer gestanden und dabei teilweise im Stehen eingeschlafen. Eine Marotte die sie von der Straße hatte, aber nichts dramatisches. Das Wort „Körbchen“ wird sie jedoch mit Sicherheit am häufigsten in ihrem Leben gehört haben. :D Und so zogen die Jahre ins Land. Ich wurde volljährig und Mira immer älter. Leider war sie schon mindestens 8 Jahre alt, als sie zu uns kam. Als ich mit meinem Freund zusammen gezogen bin, haben wir Mira zu uns genommen. Sie und mein Freund hatten von Anfang an eine ganz besondere Bindung zueinander. Wenn er da war, habe ich nicht mehr existiert. Und wie der Zufall es wollte, haben wir 2019 von einer Reise einen Welpen aus Indonesien mitgebracht. Zu Beginn waren wir uns unsicher, wie die Beiden miteinander klar kommen würden. Die eine 6 Monate alt, die andere mindestens 14. Nach anfänglichen kleinen Reibereien sind die Beiden von Tag zu Tag mehr zusammen gewachsen, wodurch Mira noch mal aufgeblüht ist. Das steigende Alter hat sich jedoch immer mehr bemerkbar gemacht. Schnell wachsende Mamatumore, Herzprobleme und ein erblindendes Auge haben es Mira erschwert die Dinge zu machen, die sie gerne hatte (Futterbeutel apportieren, Rennen, Kunststücke). Nach langem Hin und Her, haben wir uns daher entschieden, Mira zu erlösen, bevor sie unter schlimmen Schmerzen gehen muss. So ist sie am 22.04.2021 friedlich auf dem Schoß von mir und meinem Partner eingeschlafen. Es war der schönste und schlimmste Moment zugleich, aber definitiv die richtige Entscheidung. So sehr mich ihre Unruhe manchmal genervt hat, so sehr vermisse ich es jetzt. Auch die andere Hündin sucht immer noch regelmäßig in der Wohnung und wirkt unglücklich. Es muss einfach Zeit vergehen, dass sich die Lücke schließen kann, die Mira hinterlassen hat. Ich bin sehr dankbar, dass ich die ersten Erfahrungen mit so einem Hund machen durfte und es ist mir eine Ehre, Mira als meinen ersten Hund bezeichnen zu dürfen.

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