Tuca

Erst Ende Juni 2014 haben wir es geschafft, für Dich endlich einen liebevollen Platz zu finden und Du durftest kommen. Ich weiß noch, Du warst so aufgeregt und dabei so freundlich und fröhlich und konntest gar nicht glauben, was da nun passiert. Begeistert hast Du alles aufgenommen, was um Dich herum passiert ist. Meine Leckerchen gefressen, obwohl Du kaum beißen konntest mangels Zähnen.

Und egal, wer mit Dir zu tun hatte, jeder liebte Dich von der ersten Sekunde an. Alleine von der Abholung nach München, bis zu Deiner Dauerpflegestelle hätten wir Dich schon zweimal vermitteln können.

So lange ungesehen, so lange ungeliebt und kaum in Deutschland wollte Dich jeder. Nein, manchmal kann man es nicht verstehen. Miriam und ich haben Dich nach Nürnberg gefahren, Tanja zu Frau L. und alle waren berührt von Deiner Sanftheit und der Liebe, mit der Du alle sofort in Dein großes Hundeherz geschlossen hast. Alle Menschen, alle Tiere.

Klapperdürr warst Du, aber das Röntgen und die Untersuchungen ergaben keinen Befund, der darauf schließen ließ, dass Du schon so bald gehen würdest.

Essen war immer ganz schwierig und man musste sich daran gewöhnen, dass Du zwei Tage oft gar nichts gefressen hast, um dann am dritten Tag voll zuzuschlagen. Laufen ging nur noch kurze Strecken, aber der läufigen Hündin konntest Du dann doch noch hinterher und man musste Dich mit vereinten Kräften wieder einfangen ☺

Dein Hundebett hast Du verschmäht, zu weit weg von Frauchen, der lagst Du immer zu Füßen und warst, egal wie, immer in ihrer Nähe.

Regen war auch nichts für Dich, da wolltest Du lieber nicht raus gehen.
Selbst die scheue Katze hat mit Dir gekuschelt und wenn der Freund der Familie kam, hast Du Freudentänze veranstaltet.

Alles hat sich eingespielt, aber dann bist Du mitten beim Spazierengehen zusammengebrochen, hast Dich nach gutem Zureden noch mal berappelt und konntest aus eigener Kraft nach Hause gehen. Da bist Du dann vollkommen zusammengebrochen und Blut lief Dir aus der Nase.
Wir wissen nicht, war es ein Schlaganfall oder eine Hirnblutung, ausgelöst durch einen alten Schlag auf den Kopf aus Deiner Vergangenheit. Du solltest nicht länger unnötig leiden müssen und so kam der TA am 30.12.2014, um Dich zu erlösen.

Danke, Tuca, für Deine Freundschaft und dafür, dass Du uns Menschen niemals aufgegeben hast. Ich wünsche Dir Frieden und Liebe, wo auch immer Du nun bist. Du bist als geliebter Hund gegangen und durftest wenigstens eine kurze Zeit glücklich sein. Möge sich Dein Leiden in dieser Welt und Deine unerschöpfliche Liebe nun tausendfach auszahlen. Ruhe in Frieden, Tuca, wir werden Dich niemals vergessen, denn in unseren Herzen hast Du sanfte Spuren hinterlassen.

Liebe Frau L., wir trauern mit Ihnen, dass Sie nun nach Cindy (Teresa) nun schon zum zweiten Mal ein altes Hundeseelchen haben verabschieden müssen. Und wir danken Ihnen von ganzem Herzen, dass Sie so selbstverständlich für die Armen der Armen da waren, die, die kein anderer wollte und die, die ohne Sie wohl kaum eine Chance gehabt hätten. Wir danken Ihnen für die Selbstverständlichkeit, mit der Sie die Dinge tun, die Sie tun. Nie kommt ein Klagen über Ihre Lippen, nie ist Ihnen was zu viel, immer sind Sie bereit, zum Wohle Ihrer Tiere alles andere hinten anzustellen und das zu tun, was getan werden muss. Danke, dass es Sie gibt und danke, dass Sie für unsere Hunde da waren und auch weiterhin da sind.

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