Monika und Onyx - eine besondere Beziehung

  • 24. Dez 2020
  • geschrieben von  Ilona Gehrig

Lange habe ich überlegt, welche Geschichte für mich heute am Heiligen Abend wohl am besten passen könnte.
Da fällt mir spontan Monika und Onyx ein.
Onyx lernte ich im Februar 2018 in Portugal kennen, als wir Olinda überredet hatten uns den "bissigen", kleinen älteren Hund doch mal zu zeigen, der da schon seit Jahren bei ihr irgendwo im Haus leben musste.
Der kleine Mann kam und er wusste nicht, ob er am Meer einfach aus Spaß an der Freude losrennen sollte oder doch lieber zum kuscheln kommen sollte. Es war als wenn er wüsste, dass es seine einzige Chance war, bevor er endgültig in der Versenkung verschwand.
Er setzte sich gekonnt in Szene. Und so konnten wir ganz bald Monika finden, die sich in den kleinen Mann verliebte ,kompromisslos und Hals über Kopf. Selten war etwas so klar und eindeutig. Caspar oder Karlo, wie er irgendwann mal hieß, sollte es sein.
Alles so selbstverständlich und so natürlich, dass ich mir schon blöd vorkam die üblichen Details abzufragen. Ein Mensch, der nichts weiter wollte, außer diesen kleinen Hund endlich glücklich zu machen und alles was dazu nötig wäre wollte sie tun.
Und genau so hat sie es auch gemacht.
So zog der kleine Onyx in die Schweiz zu Monika und ihren Katzen.
Liebe auf den ersten Blick auf beiden Seiten. Und sie waren so glücklich zusammen.
Sie konnte nichts, aber auch wirklich gar nichts finden, was an Onyx nicht stimmen sollte. Selbst das freudige Bellen, wenn sie zum Spazieren gehen fuhren, war für sie kein bellen, sondern er lachte sie lautstark an.
Sie freute sich, dass er mit ihr im Bett schlafen und kuscheln wollte unter der Bettdecke natürlich und gerne im Kratzbaum der Katzen lag. Ein fröhlicher und so lustiger kleiner Hundemann. Er war gern gesehener Gast in dem Edelsteinladen, in dem sie arbeitete und fand stets zuverlässig die Edelsteine heraus, die ihnen beiden aktuell gut taten.
Nur ein Wehmutstropfen hatte das Ganze, der Tierarzt fand gleich zu Anfang heraus, dass er bereits an einer Niereninsuffizienz litt und wollte ihn gleich einschläfern, was wir zum Glück verhindern konnten.
Auf dem Weg von Italien nach Deutschland machte ich dann einen kleinen Abstecher in die Schweiz und besuchte die Beiden. Es war genau so, wie ich es mir vorgestellt habe. Ein wundervoller Mensch, der mit sich und der Natur völlig Im Einklang lebt, ich weiß nicht welches Tier dort nicht seine Heimat finden würde?
Eingerahmt in eine traumhafte Bergkulisse, verbrachten wir einige Stunden lang eine sehr harmonische Zeit zusammen. Und immer wenn ich an die Beiden dachte, musste ich lächeln, so warm wurde es mir ums Herz.
Was ein Glück, dass die Beiden sich gefunden haben und Onyx kleine Welt endlich in Ordnung gebracht wurde.
Fast zwei Jahre später musste sie ihn im Mai diesen Jahres weiterziehen lassen. Er hatte nur noch epileptische Anfälle und konnte am Ende kaum noch laufen. Und die Nieren versagten mehr und mehr ihren Dienst. Sie hatte extra ihren Job gekündigt, um bei ihm zu sein und als Onyx ihr zu verstehen gab, dass er nicht mehr könne, ließ sie den Tierarzt nach Hause kommen, wo er dann friedlich einschlafen durfte.
Eine der schönsten Tiersinfoniegeschichten war nun leider zu Ende und eine traurige Monika blieb zurück, meinte aber tapfer, dass sich ihre Mama sicherlich über Onyx freuen würde und ihn sicherlich genauso lieben würde, wie sie ihn hier unten auf der Erde.
Sie sprach immer liebevoll vom schönsten Geschenk der Welt wenn sie von ihm sprach und so hat sie ihn stets behandelt.
Zum Glück konnte sie ihr Herz öffnen für eine weitere arme Hundeseele, dieses Mal eine kleine 5 jährige Ungarin.
Liebe Monika, ich danke Dir für dieses Selbstverständnis, mit dem Du tust was Du tust und einfach nur bist und die Tiere so ein bewusster und selbstverständlicher Teil davon sein dürfen.
Ich danke Dir, dass Du Onyx seinen Frieden und sein Leben zurückgegeben hast und das Du ihn so selbstverständlich angenommen hast wie er ist. Und ihn bei all seinen Schritten in sein neues/altes selbstbestimmtes Leben unterstützt hast.
Ich danke Dir auch dafür, dass Du mir wieder bestätigt hast, was die Tiersinfonie ist und für was wir stehen und unser Weg den wir gehen, genau so wie er ist, richtig ist.
Es wissen ja auch die Wenigsten , das das Gesamtprojekt ja Sinfonie in Mensch und Tier heisst. Sie hat es perfekt verkörpert. ;-)
In diesem Sinne, hört auf die Botschaften, die Euch Eure Tiere schicken und lasst Euch mitnehmen von Ihnen in eine Welt, die wir schon fast vergessen haben und wo alles so selbstverständlich, einfach und natürlich ist und man sich noch intuitiv verständigen konnte. Sie helfen uns wieder einen Zugang in diese Welt zu finden. <3
Lichtvolle Weihnachten Euch allen!

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