Die Sache mit den Vermittlungsanfragen

  • 18. Jun 2020
  • geschrieben von  Ilona Gehrig

Oft lese ich von Menschen, die sauer sind, weil ihnen ein Verein nicht antwortet auf eine Hundeanfrage.
Dazu möchte ich einfach mal was sagen.
Als ich anfing vor vielen Jahren, habe ich jedem sehr ausführlich, sehr geduldig und auch gerne mehrfach geantwortet. Ich dachte, das gehört sich halt so...
Inzwischen antworte ich deutlich knapper und auch deutlicher, weil ich mir unnötige Diskussionen ersparen will und weil es zeitlich einfach gar nicht machbar ist, jedem ausführlich zu antworten. Ich sitze auch so schon täglich stundenlang am Rechner, ehrenamtlich für den Tierschutz, wie viele anderen auch.
Und ich differenziere inzwischen. Leute die mich anschreiben mit - "Was kostet der Hund"? Oder "Verträgt sich mit Katze"? Ohne Anrede, ohne Namen - ohne Anstand, bekommen keine Antwort mehr. Die Erfahrung zeigt, dass auch die weitere Kommunikation ermüdend ist und zu nichts führt.
Dann hätten wir die, die scheinen am Wochenende zuviel Zeit zu haben und schicken dann eine Sammelmail an alle Orgas für Hund X. Da wird dann meistens noch nicht mal der Name des Hundes angepasst und man reagiert genervt, wenn man fragt wer denn Hund "x" sein soll, oder mitteilt, das man Hund "y" nicht hat.
Oder die genervten Anfragen, wo finde ich denn ihre Selbstauskunft zum ausfüllen?
Gibt es bei uns so nicht, wird bei uns in der VK erledigt, wenn ich weiß, ob ich von dem Bewerber überhaupt nähere Daten möchte und brauche. :-)
Auch die Leute, die nicht sofort Antwort bekommen und im Stundentakt die gleiche Mail abschicken oder über drei Verteiler, finde ich mega nervig. Ich muss nicht alles stehen und liegen lassen, spätabends, am Wochenende oder sonst wann und sofort die Mail beantworten, weil es offensichtlich das Jahrhundertereignis schlechthin zu sein scheint, dass sich Liese für Fiffi interessiert. Es gibt tatsächlich, man mag es kaum glauben, noch ein Parallelleben oder schlichtweg auch mal wichtigeres. ;-)
Ich weiß auch nicht, was Fragen sollen wie - warum hat der Hund einen männlichen Vornamen wenn er doch eigentlich weiblich ist?
Ich freue mich auch immer wieder über die Anfragen - interessiere mich für Hund x, kann ich bitte noch mehr Bilder, Videos und ausführliche Infos haben. Dem kommt man dann schnellstmöglich nach, dann ist tagelang Funkstille und dann kommt oft - ach jetzt wo es ernst wird, macht Mann, Frau, Oma, Opa einen Rückzieher. Oder vielen Dank für Ihre Mühe, aber wir haben jetzt seit Samstag einen Hund vom Tierheim, Züchter, Nachbarn etc.
Das ist sehr zeitraubend, nervig und wenig zielführend und man sollte sich bevor man sich bewirbt, doch schon einig sein, dass man einen Hund möchte und auch sicherlich welchen...
Natürlich sollte jeder gute Tierschutzverein die Interessenten auch beraten können, ob der Hund auch in die Familie passt oder welch ein Hund überhaupt passen könnte. Dafür nehme ich mir auch gerne immer noch ausreichend Zeit. Nicht gerne diskutiere ich mit Menschen, die nicht wirklich Ahnung haben, aber mir erzählen wollen, warum ein reizarm aufgewachsener Hund bei ihnen in der Großstadt in einer Einzimmerwohnung gut aufgehoben ist oder, das ich ja keine Ahnung habe und sie wissen, dass ihr 1,5 Jahre altes Kind schon ein halber Hundetrainer ist, das mit jedem Hund zurecht kommt und wir ja die sind, die keine Ahnung haben.
Ich habe nun nur mal die Dinge erwähnt, die einen ständig heimsuchen in der Vermittlung und die sicherlich ein Grund dafür sind, warum viele Kollegen von anderen Vereinen nicht mehr antworten. Ich bin tatsächlich nach wie vor bemüht, jede Anfrage zu beantworten, auch wenn es nun auch schon mal einen Tag dauern kann. Und das Resümee?
Ernsthaftes Interesse und eine höfliche Kommunikation erhöht signifikant die Chancen, eine entsprechende Antwort von einem Verein auf eine Hundeanfrage zu bekommen.

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